Sterben heißt Abschied nehmen - für den Menschen, der stirbt und für jene, die zurückbleiben. Der Pfarrer begleitet Sie in der Zeit des Abschieds. 
 
Abschiedssegen
Die Stunden nach dem Sterben sind von besonderer Bedeutung: Bei einem Abschiedssegen nehmen Sie zu Hause, im Altenheim oder im Krankenhaus gemeinsam mit den engsten Angehörigen oder Freunden Abschied von dem Verstorbenen. Der Pfarrer spricht ein Gebet und den Segen für den Verstorbenen. 

 
Trauergespräch
In dem Gespräch mit dem Pfarrer steht das Leben und Sterben des Verstorbenen im Mittelpunkt: Es tut gut, sich zu erinnern und die Trauer auszusprechen. Wir suchen nach Halt und fragen nach der Hoffnung über den Tod hinaus. Wir überlegen, wie unsere Gefühle und Gedanken im Trauergottesdienst ihren Ausdruck finden können. Das Gespräch ist vertraulich und wir überlegen am Ende gemeinsam, was davon im Trauergottesdienst verwendet werden soll. Wir suchen gemeinsam einen Bibelvers aus, der dem Gottesdienst zugrunde liegen wird. Falls Ihnen eine Bibelstelle bekannt ist, die dem Verstorbenen wichtig war, wird sich diese anbieten (Konfirmationsspruch, Trautext ...)
 
Trauergottesdienst 
Wir versuchen einen würdigen und persönlichen Abschied vom Verstorbenen beim Trauergottesdienst zu gestalten. Die Predigt, die Musik, die Gebete können dazu beitragen. Im Trauergottesdienst legen wir unseren Verstorbenen bewusst in Gottes Hand.

 

 


Was ist beim Tod eines Menschen zu tun?
 

In den ersten Stunden nach Eintreten des Todes:  

  • Arzt verständigen, der den Totenschein ausstellt (bei Todesfall in der Wohnung).
  •  Kontakt mit engen Angehörigen bzw. Freunden aufnehmen und weiteres Vorgehen besprechen.
  •  Pfarrer verständigen und Abschiedssegen vereinbaren. - Nehmen Sie in Ruhe Abschied. Termin für Trauergespräch mit Pfarrer absprechen.
  • Verträge und Verfügungen des / der Verstorbenen suchen und entsprechend handeln (z.B. Vorsorgevertrag mit einem Bestattungsinstitut, Willenserklärung zur Feuerbestattung, Testament).
  • Wichtigste Unterlagen suchen (Personalausweis, Geburtsurkunde bzw. Familienstammbuch, Heiratsurkunde, Scheidungsurteil bei Geschiedenen, Sterbeurkunde des Ehepartners bei Verwitweten).
  • Wohnung versorgen (Haustiere, Blumen und Pflanzen versorgen, Heizung regulieren, Fenster schließen, Stecker aus den Steckdosen ziehen, Tür abschließen).


Bis zum Trauergottesdienst und zur Beisetzung 

  • Bestatter verständigen, klären, wann der Verstorbene überführt werden soll. Der Verstorbene kann auch noch bei Ihnen zuhause bleiben.
  • Mit Bestatter klären, welche Aufgaben Sie selbst übernehmen und welche Aufgaben das Bestattungsinstitut übernimmt.
  • Mit dem Pfarrer und dem Bestattungsinstitut den Tag für den Trauergottesdienst vereinbaren. In der Regel ist in Lampoldshausen die Beerdigung um 13.30 Uhr und beginnt in der Kirche.
  • Auswahl der Totenbekleidung und des Sarges (Am Besten: persönliche Kleidung des Verstorbenen).
  • Bestattungsart, Friedhof und Grab auswählen, Grabnutzungsrechte erwerben bzw. verlängern.
  • Gärtnerei mit Blumenschmuck für den Sarg, die Trauerhalle, das Grab, ggf. den Gasthof beauftragen oder selbst gestalten.
  • Liste zusammenstellen, wer benachrichtigt werden soll.
  • Arbeitgeber und Berufsverband über Sterbefall verständigen, Kunden benachrichtigen.
  • Sterbeurkunden beim Standesamt ausstellen lassen.
  • Erbschein beantragen.
  • Trauerkarten und / oder Todesanzeigen erstellen und versenden.
  • Trauergespräch mit dem Pfarrer zur Vorbereitung der Trauerfeier führen.
  • Eigene Trauerkleidung besorgen.
  • Gasthof / Café für Beerdigungskaffee reservieren - (Vorsicht: Auch Betrüger und Einbrecher lesen Todesanzeigen. Entscheiden Sie, ob eine vertraute Person während der Trauerfeier auf die Wohnung aufpasst. Prüfen Sie zweifelhafte Rechnungen, bevor Sie sie bezahlen).


Nach der Trauerfeier 

  • Besuchen Sie den Gottesdienst am Sonntag nach der Beerdigung(Bekanntgabe und Gebet für den Verstorbenen).
  • Danksagung per Brief oder Zeitungsinserat verschicken.
  • Wohnsituation klären (ggf. Mietvertrag, Strom, Wasser, Telefon, Internet... kündigen).
  • Verträge, Versicherungen, Mitgliedschaften, Abos, Daueraufträge Einzugsermächtigungen, Dienstleistungen (z.B. Essen auf Rädern) kündigen, umschreiben lassen oder neu abschließen.
  • Versicherungen und Ämter informieren, Zahlungen einstellen bzw. Leistungsansprüche einfordern (z.B. Krankenkasse / Rente abmelden, Unfall- und Lebensversicherung auszahlen lassen, Überbrückungsgeld bei der Rentenversicherungsstelle beantragen, Versorgungsbezüge für Beamte beantragen, Rentenansprüche geltend machen).
  • Rechnungen bezahlen.
  • Ggf. Kreditgeber benachrichtigen.
  • Ggf. Notar (bei Erbangelegenheiten), Rechtsanwalt (bei Rechtsstreitigkeiten) und Steuerberater bzw. Steuerberatungsverein (in Steuerangelegenheiten) hinzuziehen.


 Bis zur Beisetzung einer Urne 

  • Termin der Urnenbeisetzung mit der Friedhofsverwaltung und dem Pfarrer abstimmen.
  • Gärtnerei mit dem Grabschmuck beauftragen.


Wochen nach der Beisetzung 

  • Akte mit allen wichtigen Dokumenten anlegen (z.B. Sterbeurkunde, Grabnutzung und Grabpflege, Abrechungen, Kündigungsbestätigungen und Bescheide).
  • Nach sechs Wochen das Grab abräumen, mit Angehörigen die Grabpflege planen bzw. in Auftrag geben.
  • Steinmetz mit der Einfassung des Grabes, Aufstellung und Beschriftung des Grabmales beauftragen.
  • Erbschein erhalten / ggf. Testament eröffnen lassen.
  • Finanzamt ggf. innerhalb von drei Monaten über eine Erbschaft informieren, ggf. Antrag auf vorzeitigen Lohnsteuerjahresausgleich stellen.


Vieles kann und muss im Zusammenhang mit einem Todesfall getan und erledigt werden. Die Trauer um den Verlust braucht Zeit. Ein Gang zum Grab, ein Gespräch mit den Nachbarn, der Besuch von Gottesdienst und Veranstaltungen oder ein Gespräch mit dem Pfarrer kann helfen, wieder ins Leben und in den Alltag zurückzufinden.