Investitur von Pfarrerin Gudrun Springer am 18. September 2016

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Ein Rückblick

  • add Es ist 13:45 Uhr. Obwohl der Gottesdienst erst in einer Viertelstunde beginnt,

    Es ist 13:45 Uhr. Obwohl der Gottesdienst erst in einer Viertelstunde beginnt, ist die Kirche schon gut gefüllt. Das Besetzungsgremium trifft sich in der Sakristei und bekommt von Dekan Mack letzte Instruktionen für den Gottesdienst. Pünktlich nach dem Glockenklang beginnt der Posaunenchor des CVJM - welcher durch einige Gastbläser verstärkt wurde - mit seinem Vorspiel: Einem Marsch aus dem Oratorium Joshua von G.F. Händel. Mit den Posaunenklängen ziehen die Kirchengemeinderäte zusammen mit Frau Springer, ihren zwei Zeugen und Dekan Mack sowie Schuldekan Spahmann feierlich in die Kirche ein.

    Den Beginn des Gottesdienstes gestaltet Dekan Mack. Nach dem Eingangslied und -gebet singt der Ad-hoc-Chor aus Mitgliedern des Gesangvereins Waldeslust aus Lampoldshausen und dem Liederkranz Kochersteinsfeld unter der Leitung von Heike Neumann das Lied "Geh aus mein Herz und suche Freud".

    Herr Mack weist in seiner Ansprache auf die Wichtigkeit der Verkündigung hin. In unserer Zeit der Postmoderne, wo in jeder Talkshow immer alle Recht haben und jeder seine Meinung zum Besten geben kann, braucht es lebendige Gemeinden und das Korrektiv der Verkündigung, damit nicht alles beliebig wird. Anschließend werden die Kirchengemeinderäte nach vorne gerufen und gefragt, ob sie Frau Springer als Pfarrerin annehmen, mit ihr zusammenarbeiten wollen und nach Kräften helfen, dass ihr Dienst von der ganzen Gemeinde mitgetragen wird. Die Antwort ist ein einstimmiges „Ja". Daraufhin wird Frau Springer gefragt, ob sie bereit ist, ihre Amtsverpflichtung anzunehmen. Nach ihrem „Ja und Gott helfe mir" wird sie von Dekan Mack für ihren Dienst gesegnet.

    Jürgen Dittmers, Pfarrer im Ruhestand der bayerischen Landeskirche, spricht das erste Zeugenwort und Prädikant Bernd Philipp aus Heilbronn schließt sich als zweiter Zeuge an. Beide übermitteln ihre Gruß- und Segensworte an Frau Springer.

    Dann singt der Chor das Lied: All night, all day, angels watching over me my lord. 

    In ihrer Predigt erzählt Frau Springer die Geschichte eines Ureinwohnerhäuptlings. Als dieser am 26. Dezember 2004 sieht, dass das Meer sich von der Küste zurückzieht, fällt ihm die eindringliche Warnung seiner Vorfahren ein: "Wenn dies eintritt müsst ihr sofort ins Landesinnere auf die Berge fliehen." Durch sein schnelles Rufen und Warnen sind alle geflüchtet und keiner kam durch den großen Tsunami ums Leben. Nur auf das Wort eines Einzelnen, der auf die Stimme seiner Vorfahren gehört hat, sind alle gerettet worden. Sie nimmt die Geschichte als Beispiel für die Worte des Apostels Paulus in Römer 10, 9: Wenn wir bekennen, dass Jesus der Herr ist und mit dem Herzen glauben, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, so werden wir gerettet. Dabei ist beim Glauben gar nicht so wichtig, wie groß er ist, sondern dass er da ist. Der Glaube wächst durch die Predigt derer, die gesandt sind, das Wort Gottes zu verkündigen.

    Nach weiteren Liedern und Fürbittegebeten schließen sich die Abkündigungen mit einigen Dankesworten von Frau Springer sowie einer herzlichen Einladung von Udo Frank für das folgende Kaffeetrinken und die Begegnung in der Gemeindehalle in Lampoldshausen an. Joachim Krebs trägt als Grußwort der Kirchengemeinde Kochersteinsfeld ein von ihm geschriebenes Gedicht über die selbstwachsende Saat vor.

    Als Überraschung singt und spielt die Kinderkirche von Kochersteinsfeld mit ihren Mitarbeitern das Lied: „Schritt für Schritt immer hinter Jesus her" und bringen damit ihrer Freude Ausdruck, dass Frau Springer jetzt hierbleibt.

    Und dann ist auch schon der Gottesdienst vorbei.

    Die Gäste lauschen noch den Klängen des Orgelnachspiels und strömen dann zielgerichtet nach Lampoldshausen zur Gemeindehalle, wo sie eine schön geschmückte Halle und ein reichhaltiges Kuchenbüffet erwartet.

Grußworte, Kaffee und Kuchen...

  • add Der Saal in der Gemeindehalle von Lampoldshausen füllt sich schnell

    Der Saal füllt sich schnell und es bleiben nur wenige Plätze nicht besetzt. So manche Torten- und Kuchenplatte leert sich in der nächsten halben Stunde. Auch die Gespräche gehen munter weiter, so dass eine fröhliche Festgesellschaft entsteht.

    Mittlerweile ist es 16:15 Uhr. Udo Frank begrüßt die Gäste und eröffnet den offiziellen Teil. Bürgermeister Brunnet beginnt die Runde der Grußworte. Er heißt Frau Springer auch im Namen der bürgerlichen Gemeinde herzlich willkommen und greift ihr Beispiel aus dem Gottesdienst auf, dass es gar nicht so einfach ist beidhändig Klavier zu spielen. Er ist jedoch der Meinung, dass Frau Springer dies im Hinblick auf die beiden Kirchengemeinden bereits sehr gut bewiesen hat. Er hebt auch die Bedeutung der kirchlichen Arbeit insbesondere im Bereich der Seniorenarbeit hervor, benennt die Verbindungen mit der Bildung von Kindern und Jugendlichen, und bedankt sich ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit, nicht zuletzt auch im neuesten Arbeitsfeld - der Flüchtlingsarbeit. Nach einem kleinen Exkurs in die Geschichte erklärt er Frau Springer schmunzelnd den hohenlohischen Grenzverlauf. 

    Karl Bauser schließt sich an. Er freut sich, dass nun mit Frau Springer wieder eine feste Pfarrerin bei uns bleibt, lobt ihre Arbeit, die gute Zusammenarbeit und grüßt im Namen aller Vereine aus Lampoldshausen.

    Lore Bauser spricht für die Kindergärten und hat als Gruß eine übergroße Sonnenblume mitgebracht, auf der die Kinder ihre Wünsche an Frau Springer aufgeschrieben haben. Die Idee kam im Gespräch mit den Kindern, damit „Frau Springer immer eine Sonne hat, die für sie scheint".

    Frau Schule und Frau Busalt-Müller bringen ein Survival-Paket mit, damit Frau Springer auch weiterhin den Grundschulalltag gut, geduldig und gelassen meistern kann. Neben Beruhigungstee und Nervennahrung in Form von Schokolade wurde vor ihren Augen das Paket gepackt und überreicht.

    Zur Auflockerung und als Gruß für Frau Springer spielt der Musikverein Lampoldshausen zwei Stücke.

    Weiter im Programm spricht Wilfried Müller für den CVJM Kochersteinsfeld und im Namen aller Kochersteinsfelder Vereine sowie Dieter Brucker für die Kirchengemeinde Gochsen. Beide betonen auch die gute Zusammenarbeit und die gemeinsamen Aktionen. 

    Zum Abschluss des offiziellen Teils meldet sich Udo Frank nochmals zu Wort. In Anlehnung an die biblische Geschichte von Melchisedek überreicht er dem Ehepaar Springer einen Laib Brot und zwei Flaschen Wein als Segensgabe sowie ein mit den auf der Einladung abgebildeten Kirchen verpacktes Schokoladenherz als einen „herzlichen" Willkommensgruß.

    Frau Springer lässt es sich nicht nehmen, am Ende ein großes Dankeswort an alle Redner und beteiligten Helfer zu richten.

    Und so klingt auch dieser schöne und runde Nachmittag in fröhlicher Runde aus.